4. Ausgabe

Ramog aktuell

Erfahrungen eines Sportlers bei einem S1B und S1F Wettbewerb mit dem SALT zur Flughöhenbestimmung

Einfach Fliegen - Ich glaube so kann man es am besten aus der Sicht eines Sportlers beschreiben wenn man einen Höhenflugwettbewerb in der Klasse S1 mit dem SALT-Höhenmesser bestreitet.

Da ich noch relativ neu in der Wettbewerbsszene bin und bisher noch keinen Wettbewerb mit Theodolitenmessung zur Höhenbestimmung mitgemacht habe, könnte ich nur von Erzählungen, aber nicht aus eigener Erfahrung, sagen wie aufwendig es ist einen Höhenflug-Wettbewerb mit dieser Art der Höhenbestimmung durchzuführen. Aber ich kann beschreiben wie einfach es für den Sportler und den Veranstalter ist einen Wettbewerb durchzufuehren bei dem SALT-Geräte als Höhenmesser verwendet werden.

Bei der Planung und der Berechnung der Wettbewerbsrakete ist natürlich die Kammer für den SALT zu berücksichtigen. Je nachdem ob man einen eigenen SALT hat oder sich vom Veranstalter einen ausleiht gilt es sich Informationen über die Abmessungen, das Gewicht und die Stromversorgung zu besorgen und die Kammer dann entsprechend der Einbauvorschrichten zu planen.

SALT

Dabei sind neben der Grösse der Kammer auch die Druckausgleichslöcher als wichtiger Punkt zu nennen. Ebenso muss die Kammer in der sich der SALT mit dem Luftdrucksensor befindet gegen jegliche Ausstossladung luftdicht abgekapselt sein, da sonst der Drucksensor beim Fallschirmausstoss Schaden nehmen würde. Als weiteres gilt zu bemerken, dass die Kammer dergestalt konzipiert sein sollte, dass im Falle eines Versagens des Bergungssystems der SALT keinen Schaden nimmt.

Hier wurde vom Veranstalter dem Sportler ein sehr stabiles Röhrchen zur Verfügung gestellt, in welches der SALT eingekapselt und im Falle eines Absturzes so vor mechanischer Beschädigung geschützt wurde.

Winfried Seitz

Ist das Sportmodell dann entsprechend der Planung gebaut und für den Wettbewerbsflug vorbereitet kann man sich seinen SALT vom Sportzeugen abholen. Vorher wurde der SALT mit seiner eindeutigen digitalen Gerätekennung (ID) dem Sportler zugewiesen und der Speicher gelöscht. Beim Einbau des SALTs in die Raketen ist darauf zu achten das in der SALT-Kammer keine Druckanstiege (z.B. beim Aufschieben der Raketenspitze) stattfinden können, was zu einer vorzeitigen Starterkennung und zur Fehlmessung führen würde. Ist der SALT also erfolgreich in der Rakete verbaut und mit Strom versorgt, kann man sich direkt zum Startplatz begeben und seinen Wettbewerbsflug durchführen. Die Starterkennung erfolgt selbstständig durch den SALT und muss nicht durch G-Switches oder Abreissdrähte getriggert werden. Nach dem Flug bringt man seinen SALT zum Sportzeugen und lässt den SALT auslesen und für den nächsten Flug vorbereiten.

Im Vorfeld des Wettbewerbes muss man sich als Sportler zum Aufbau der Wettbewerbsrakete ein paar Gedanken machen, welches sich aber dann durch schnelle und einfache Durchführung des Wettbewerbs auszahlt.

Mit Hilfe des SALT ist es möglich einen Wettbewerb relativ schnell, einfach und mit sehr guter Genauigkeit durchzuführen, und gestaltet sich wie im ersten Satz schon beschrieben. SALT rein und einfach fliegen! :)

Zu der Möglichkeit der Manipulation der Wettbewerbsergebnisse und zu den technischen Details der verschiedenen SALT-Versionen ist die Beschreibung von Winfried Seitz zu empfehlen.

Dipl. Phys. Norman Uhlmann




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