4. Ausgabe

Ramog aktuell
Udo Gugel Udo Gugel mit Modellrakete


per aspera ad astra

Udo Gugel

* 09. Juni 1966      † 27. April 2003




Am 27. April 2003 ist unser langjähriges Vereinsmitglied UDO GUGEL durch einen tragischen Unfall beim Fällen einer kleinen Birke aus dem Leben gerissen worden. Udo, am 09. Juni 1966 in Füssen geboren, wurde schon sehr früh vom "Modellflugvirus" infiziert. Seit seiner Kindheit beschäftigte er sich intensiv mit dem Bau von Modellflugzeugen. Als Jugendlicher kam er erstmals am Modellflugplatz hinter Schwangau im Allgäu mit Modellraketen in Kontakt, welche fortan sein Leben prägen sollten. Auf den regelmäßigen Raketen-Treffen in Haid (Oberbayern) knüpfte er erste Kontakte zur Hermann-Oberth-Gesellschaft und trat kurz nach der Vereinsgründung 1995 der Ramog e.V. bei.

Udo war ein engagiertes Vereinsmitglied, stets bei der Vorbereitung und Durchführung von Wettbewerben in seiner freundlichen und bescheidenen Art zur Stelle. Er kümmerte sich auch um die Belange der Jugendarbeit, wobei er mehrmals den RAMOG-Bastelstand auf den Berliner Weltraumtagen in seiner Freizeit fachkundig betreute. Bei den Vereinsfliegen in Roggden überzeugte er sowohl Neueinsteiger als auch die alten Hasen mit seiner Fachkenntnis und seinem Ideenreichtum, wobei er insbesonders anspruchsvolle Projekte mit einfachsten Mitteln realisierte. Unvergessen sind z.B. der Start seiner Fotorakete aus Balsaholz und Pappe, sein mechanischer Beschleunigungsmesser aus einem Uhrwerk und einer Schreibertrommel oder sein selbstgebautes Pulso-Strahltriebwerk. Die Raketen waren stets durchdacht und mit größter Sorgfalt gebaut. Nichts sollte dabei dem Zufall überlassen werden. Über sein außergewöhnliches Hobby hatte er sich enorme Kenntnisse in Physik, Chemie und Elektronik angeeignet, was später für seinen beruflichen Werdegang zum Zentralheizungs- und Lüftungsbaumeister sehr nützlich war.

Unsere Anteilnahme gilt seiner Frau Karin, seinen beiden Kindern und den Angehörigen. Wir gedenken unserem langjährigen Raketenmodellsport-Kameraden in tiefer Freundschaft und Dankbarkeit.

Schwangau, den 2.5.2003
Rolf Ruckdeschel und Oliver Wittmann


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