3. Ausgabe

Ramog aktuell

Risikozuschlag bei der Versicherung von Modellraketen entfällt

Änderung bei den Versicherungsprämien ab 2003

Das Jahr 2002 brachte einige Veränderungen in der Versicherung mit sich. Zunächst war am 1.2.2002 die Versicherungssteuer auf 16 % angehoben worden und zum 1.8.2002 wurden auch noch die gesetzlichen Mindestdeckungssummen in der Luftfahrthaftpflicht erhöht.

Die neue Deckungssumme für Flugmodelle bis max. 25 kg Abfluggewicht liegt jetzt bei 1,5 Millionen EURO, wofür ab 2003 eine Prämie von 16,00 EURO berechnet wird. Alternativ wird eine erhöhte Deckungssumme von 3 Millionen EURO bei einer Prämie von 26,00 EURO angeboten. Raketenmodelle sind ab 2003 ohne Zuschlag mitversichert. Modelle mit Düsen- und Turbinenantrieb sind dagegen nur auf Anfrage und gegen Prämienaufschlag versicherbar.

Damit haben die langjährigen Bestrebungen des Vorstandes der RAMOG, von dem diskriminierenden Risikozuschlag für Raketenmodelle wegzukommen, bei der Versicherung das richtige Gehör gefunden. Wir hatten seit Anfang unserer Versicherungszeit im Jahr 1986 stets betont, dass Raketenmodelle kein höheres Gefahrenrisiko als "normale" Flugmodelle darstellen. Leider hatte die Versicherung uns bisher pauschal mit den Turbinenfliegern zusammen als "Strahlantriebsflieger" betrachtet, was rein physikalisch gesehen sicher nicht falsch war. Allerdings ist das Risiko keineswegs vergleichbar und dies hat die Versicherung nach "heißem" E-Mail-Wechsel nun akzeptiert. Dabei sollte die tatkräftige Unterstützung, die wir von der Geschäftsstelle des Luftsportverbandes Bayern und von Herrn Zeh von der Luftfahrt-Versicherungsagentur Peschke erhielten, nicht verschwiegen werden.

Wer es bisher noch nicht wusste: Wir konnten mit unserer Versicherung schon immer neben den Raketenmodellen auch ganz "normale" Flugmodelle betreiben. Dies gilt natürlich auch in Zukunft. Einer Erweiterung der luftsportlichen Tätigkeit z.B. mit Elektroflugmodellen zur Einarbeitung in das RC-Fliegen steht nichts im Wege. Dies kann einer künftigen Karriere als RC-Wettbewerbs-Pilot in den Raketengleiter-Klassen S8D und S8E nur nützlich sein.

Herbert Gründler
RAMOG-Vorstand


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