3. Ausgabe

Ramog aktuell

II. Sengenthal´er Fliegen 2001

1. Leistungswettbewerb zur Deutschen Meisterschaft 2001 in Sengenthal/Forst vom 12.-13. Mai

Bei optimalen Wettervorraussetzungen fanden sich in der Oberpfalz auf dem Gelände des Ultraleicht- und Drachenfliegerclubs Forst/Sengenthal e.V. Raketenflieger aus ganz Deutschland ein, um am 1. Wettbewerb dieses Jahres zur DM 2001 in den Klassen S1B, S3B, S6B und S8E/P teilzunehmen.

Organisatoren dieser raketenmodellsportlichen Veranstaltung waren der Vorstand des RMV´82 e.V. und Eduard Söllner, der bayerische Raketenmodellreferent in der Funktion als Wettbewerbsleiter.

Das inoffizielle Treffen der zum Teil weit gereisten Raketenmodellbauer war bereits am Vorabend der Veranstaltung. Bei stets ausgelastetem Grill und loderndem Lagerfeuer erholten sich alle schnell von den Strapazen der Anreise und übten sich in regem Erfahrungsaustausch rund um den Raketenmodellbau. Gleichgesinnte und Freunde trafen sich wieder, so daß der Zeltplatz in den sommerlich warmen Abendstunden zu einem Konvent der besonderen Art verschmolz.

Am Samstag morgen trafen die letzen Teilnehmer aus Berlin ein, wodurch dem Beginn der sportlichen Veranstaltung nichts mehr im Wege stand.

Gut vorbereitet machten sich die Sportler auf dem Weg zum Startareal und präparierten ihre auf Höchstleistung getrimmten Fluggeräte. Das Gelände glich einer Zusammenkunft deutscher Eliteflieger.

Theodoliten und diverse Ferngläser dienten der Verfolgung der kleinen Sportgeräte bis zur sicheren Bergung. Leider blieb letzteres wenigen Modellen aufgrund von aufkommenden Winden vorenthalten, so daß am Ende des Tages einige Verlustmeldungen gemacht werden mußten. Die Präzision und das Fingerspitzengefühl, mit denen die Sportler die Fluggeräte ihren Bestimmungen nachkommen ließen, spiegelte sich des öfteren in einer genauen Beobachtung der Windverhältnisse anhand von Wolkenbewegungen wider und gipfelte in Herrn Krauses Unterschenkel, mit dem er nach eigenen Angaben thermische Aufwinde aufzuspüren und so den Modellen zu größeren Flughöhen verhelfen vermag. Diverse Funkverbindungen zwischen den Raketenbeobachtern am Startgelände und dem Bergungspersonal in einiger Entfernung erleichterten das Auffinden der Raketenmodelle. Dieses entfiel beim Fliegen der S8E-Raketengleiter. Zwar war es nicht jedem Piloten vorbehalten seinem Flugmodell zu einer Punktlandung zu verhelfen, jedoch beschränken sich die Wege vom Startplatz bis zum gelandeten Modell auf wenige Meter. Die gesamte samstägliche Veranstaltung war durch einen reibungslosen Ablauf geprägt und fand ihren Höhepunkt bei der Siegerehrung in einem Gasthof im benachbarten Schwarzach.

Hier ließ man in gemütlicher Runde die Geschehnisse des Tages Revue passieren und beglückwünschte die Teilnehmer zu ihren Erfolgen.

Vom Nachmittag bis in den späten Abend schloß sich an den sportlichen Teil ein Schaufliegen von Modellen aller Art an. Natürlich war auch diesmal das 1:10 Modell einer A4 zu sehen. Nach einer ausführlichen Sichtung des Luftraumes flog dieses Modell mit Leuchtkörpern bestückt in den dämmernden Abendhimmel und hinterließ bei den Zuschauern einen bleibenden Starteindruck. Weitere kleinere Modelle folgten. Der Abend schloß sich mit einer kleinen Vorstellung pyrotechnischen Feuerwerks und einem gemütlichen Zusammensein mit Grillgut und Lagerfeuer.

Am Sonntag erfolgte die erste öffentliche Vorführung des neuen T2-Raketenmotors Held 5000. Nach einem beeindruckenden Start der Carbon Devil sehnte sich das ca. 600 Gramm schwere Modell (Leergewicht) dem Gipfelpunkt in 350 Metern Höhe entgegen, um anschließend sicher und wohlbehalten vom dem Gelände der UL-Flugplatzes geborgen zu werden.

Ein Höhepunkt am Sonntag war schließlich noch ein originalgetreuer Nachbau einer Me 163, ferngesteuert und mit einem Held 1000 als Antrieb. Von einem Katapult beschleunigt, raste das Modell unter zischen und mit viel Rauch senkrecht gegen den Himmel, was einen äußerst realistischen Eindruck ergab. Der Flugverlauf stand dem in den alten überlieferten Filmen in nichts nach.

Alles in allem war es ein rundum gelungenes und gut durchorganisiertes Raketenwochenende, welches keine Wünsche offen ließ. Ohne die Mithilfe einiger Personen wäre dies nicht zu ermöglichen gewesen.

Mein Dank (aber ich denke der aller Anwesenden) gebührt den Herren Kurt und Markus Rehberger für die Organisation und Herrn Eduard Söllner für die Leitung des Wettbewerbes. Ebenso sei dem Vorstand des Ultraleicht- und Drachenfliegerclubs Forst/Sengenthal e.V. herzlichst für die Bereitstellung des Startgeländes und den zahlreichen helfenden Zeitnehmern für den reibungslosen Ablauf der Wettbewerbsläufe gedankt!

In diesem Sinne hoffe ich alle im Juli ´01 beim S1F-Wettbewerb in Roggden/Wertingen wiederzusehen und verbleibe mit vielen Grüßen,

Euer Hendrik Lau


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