1. Ausgabe

Ramog aktuell

Die RAMOG beim Film ...


Einen sehr ungewöhnlichen Auftrag erhielt die RAMOG Ende Mai dieses Jahres. Wir sollten für eine Filmgesellschaft in München im Olympiapark einen Raketenmodellwettbewerb darstellen, der in eine Folge der US-Serie "Hart aber herzlich" eingebaut werden sollte. Die üblichen Sportraketen kamen kamen wegen ihres wenig fotogenen Ausssehens und wegen der hohen Geschwindigkeiten für die Filmaufnahmen nicht in Frage. So konstruierte Josef Eisele eine größere Bausatzrakete nach den Wünschen der Filmleute so um, daß Sie sehr langsam abhob und in einer Höhe von 50 Metern den Fallschirm auswarf. Dies alles war mit üblichen Bausatz-Teilen und einem handelsüblichen Motor zu erreichen. Dann ging es an die Serienfertigung, denn es sollte nicht nur ein Start erfolgen, sondern mehrere kurz hintereinander und mehrere gleichzeitig. So bauten wir 6 Raketen, die auf höchste Betriebssicherheit getrimmt wurden. Damit gelangen alle Flüge perfekt. Auch in extremen Flugbahnen bewährte sich die Konstruktion. Eine Rakete mußte schräg am Fernsehturm vorbeifliegen (natürlich nur optisch gesehen - in Wirklichkeit war der Turm einen Kilometer weiter weg ). Die Filmleute waren beeindruckt.

Raketenstart am Olympiaturm

Zu einem Wettbewerb gehören auch Publikum und Teilnehmer. So stellten neben dem Startleiter Herbert Gründler auch Josef Eisele mit Familie, Günther Gschwilm, Otto Nachtmann, Bernhard Irler, Margarete Mühlbauer, Gerhard Groß und Manuel Strahija-Prosche die notwendige Personalkulisse. Nachdem die Filmserie mehr ein jugendliches Publikum ansprechen will, sollten wir auch jugendliche Wettbewerbsteilnehmer mitbringen. Natürlich hätte man irgendwelche Jugendliche auf den Platz stellen können. Aber das war nicht das, was sich der Regisseur vorstellte. Es sollten Jugendliche sein, die "erfahren" mit Raketenmodellen hantieren können. Nachdem die RAMOG nicht so viele Jugendliche hat, mußten wir uns bei einem befreundeten Verein welche "ausleihen". RAMOG-Mitglied Bernhard Irler vermittelte uns an die Mädchengruppe des Raketensportclubs Dietfurt, die für die notwendige Verstärkung sorgte.

Doch lassen wir Margarete Mühlbauer, die Leiterin der Mädchen des RSC Dietfurt selbst berichten:

"Wir waren ziemlich platt, als wir von H. Gründler die Einladung bekamen, bei einem simulierten Raketenwettbewerb in der US-Fernsehserie "Hart aber herzlich" mitzuspielen. Am 29.5.1996 brachen Br. Bernhard, Leiter des RSC Dietfurt, drei Mädchen unserer Mädchengruppe und ich ziemlich gespannt zum Olympiapark in München auf. Unter heißer Sonne wurden immer wieder Szenen gedreht, in denen wir im Hintergrund an Modellen, Fallschirmen oder Startrampen arbeiteten oder im richtigen Augenblick durchs "Bild" gingen". Aufregend war natürlich vor allem die Begegnung mit den aus dem Fernsehen gut bekannten Schauspielern Stephanie Powers, alias Jennifer Hart, und Robert Wagner, alias Jonathan Hart. Wir freuten uns sehr, als uns Stephanie Powers "For Katharina - Stephanie Powers" auf unsere T-Shirts schrieb. Gegen Abend traten wir mit einem gehörigen Sonnenbrand, aber vollauf begeistert die Heimreise an. Zu Hause wurden als erstes die Autogramme auf den T-Shirts stolz präsentiert und jede sprudelte über von den Erlebnissen. Wir hoffen, uns nächstes Jahr im deutschen Fernsehen bei SAT 1 bewundern zu können."

hg



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